Am 25.11 ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Unsere kölner Genossinnen* rufen unterdem Motto, STOP VIOLENCE AGAINST WOMEN*, dazu auf sich mit einem linksradikalen, femministischen Block der dem am 25.11 in Köln anzuschließen. WIr solidariesiren uns mit dem Aufruf und freuen uns auf viel tolle Frauen*.
25.11 / 18.00 Uhr / Köln Hauptbahnhof
Hier der Aufruf der Genossinen* des feministischen Arbeitskreises Köln/Umgebung.
Am 25.11 findet in Köln zum 8. Mal ein Protestmarsch anlässlich des internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Unter dem Motto "Wir fordern die Nacht zurück" rufen verschiedenste Frauenprojekte zum Protest gegen alltäglichen Sexismus auf, dem frau begegnet. Wir - der feministische Arbeitskreis Köln & Umgebung - erklären uns solidarisch mit den Forderungen der Veranstalterinnen*. Wir wollen auf der Demo entschlossen und laut für einen linksradikalen Ausdruck sorgen. How to be a leftist feminist? Ob am Arbeitsplatz, nachts auf den Straßen Kölns oder anderswo: Sexistische Übergriffe in Form von Beleidigungen, klaren Grenzüberschreitungen bis hin zu sexualisierter Gewalt finden täglich statt. Doch auch das vermeintlich nett gemeinte Zuzwinkern oder Catcalls a la "Hey Süße" gehen nicht nur auf die Nerven, nein, sie beschneiden uns in den normalsten Dingen des Altags - Nachts durch die Stadt laufen. Doch warum passiert die ganze Scheiße eigentlich? Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir von klein auf in Geschlechterrollen gepresst werden. Zwischen männlich und weiblich gibt es nichts. Auch wenn sich der Diskurs in den letzten ca. 60 Jahren etwas verschoben hat - die heteronormative Geschlechterordnung ist weiterhin gesellschaftlich hegemonial. Ebenso wie sich der Diskurs um das biologische Geschlecht etwas verschoben hat, sind wir heute zumindest in der BRD vor dem Gesetz als Frauen mehr oder minder den Männern gleichgestellt. Bei genauerer Betrachtung der Verhältnisse fällt aber auf, dass sie in einigen Bereichen immer noch Benachteiligung erfahren. So verdienen Frauen beispielsweise immer noch viel weniger als Männer und arbeiten vorwiegend in Berufen , die per se schlechter bezahlt werden. Auch die Zahl der alleinerziehenden Mütter ist im Vergleich zu den Vätern gewaltig. In dieser Doppelfunktion als Arbeitende muss frau hier auch noch für die Fürsorgearbeit gegenüber Haus und Kind aufkommen. Dieses Phänomen ist dem neoliberalen Kapitalismus zu verdanken, denn dessen Funktionsweise führt dazu, dass Frauen noch ein Stückchen mehr ausgebeutet werden. Staatsfeminismus ist Mopped fahren im Hamsterrad Es mag noch so schön sein, dass eine Frau in Deutschland Kanzlerin sein kann oder Frauen jetzt auch Karriere machen dürfen. In einem System, in dem für die einen Überfluss und für die anderen ein institutionalisierter Mangel, in diesem Fall eben für Frauen besteht, kann die Forderung nach der gleichen Scheiße für alle nicht ausreichen. In Anbetracht der aktuellen Verhältnisse muss klar sein, dass eine feministische Perspektive nur abseits von Staat, Nation und Kapital zu haben ist. Smash the System, fight Sexism! Heraus zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen!
